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Das kleine, seit dem 13. Jahrhundert existierende Dorf Peenem├╝nde ist f├╝r eine relativ kurze Epoche seiner Geschichte weltweit bekannt. In der Zeit von 1936 bis 1945 entstand hier ein hochmodernes milit├Ąrisches Forschungszentrum, in dem neuartige Waffentechnologien entwickelt wurden, die durch das Reichspropagandaministerium zu ÔÇ×Vergeltungs-ÔÇť und ÔÇ×WunderwaffenÔÇť stilisiert wurden.

Im Oktober 1942 gelang in der Heeresversuchsanstalt Peenem├╝nde, mit der unter technischer Leitung Wernher von Brauns entwickelten Rakete ÔÇ×Aggregat 4ÔÇť der weltweit erste Start einer Rakete ins All. Es war zweifellos einer der spektakul├Ąrsten, gleichzeitig aber auch einer der gef├Ąhrlichsten technischen Durchbr├╝che des 20. Jahrhunderts: Die A4 gilt heute sowohl als Vorl├Ąufer aller milit├Ąrischen als auch aller zivilen Tr├Ągerraketen.

Was also war Peenem├╝nde? Wiege der Weltraumfahrt und Tor zur Zukunft oder Brutst├Ątte von Terrorwaffen?

Dem Mythos der Rakete gegen├╝ber steht die sehr reale Erfahrung der Opfer. Was f├╝r die Einen der Ort einer zukunftsweisenden Technologie ist, an dem ein neues Kapitel der Menschheitsgeschichte, das Kapitel ÔÇ×RaumfahrtÔÇť, aufgeschlagen wurde, ber├╝hrt Andere als der Ort, an dem die bis dahin grausamsten Fernwaffen konstruiert wurden. Diese fand ihre Opfer nicht nur beim Einschlag in unseren Nachbarl├Ąndern, sondern bereits auch am Ort ihrer Produktion. Nur durch den massiven Einsatz von Zwangsarbeitern, KZ-H├Ąftlingen und Kriegsgefangenen war die Errichtung der Versuchsanstalten und die sp├Ątere Massenproduktion der Rakete in sehr kurzer Zeit m├Âglich. Bei der Produktion unter unmenschlichen Bedingungen und beim Beschuss belgischer, englischer und franz├Âsischer St├Ądte mit der "Vergeltungswaffe 2" (V2) verloren tausende Menschen ihr Leben.

An kaum einer anderen historischen St├Ątte sind Nutzen und Risiken technischen Fortschritts offensichtlicher miteinander verwoben als in Peenem├╝nde. So ist Peenem├╝nde heute der international wohl bekannteste Ort des Landes Mecklenburg Vorpommern und gleichzeitig sicher einer der am heftigsten diskutierten.

Der Ambivalenz dieser technischen Entwicklung stellt sich das Historisch-Technische Informationszentrum Peenem├╝nde.

MUSEUM IM KRAFTWERK

Mehr als 250.000 Menschen besuchen j├Ąhrlich das Museum im Kraftwerk der ehemaligen Peenem├╝nder Versuchsanstalten. Damit geh├Ârt es zu den meist besuchten Museen in Deutschland und ist ein wichtiger Tourismusmagnet auf der Insel Usedom und f├╝r die Region Vorpommern.

Als eines von nur wenigen Geb├Ąuden der ehemaligen Versuchsanstalten Peenem├╝nde hat das Kraftwerk bis heute ├╝berdauert. Es wurde zwischen 1939 und 1942 gebaut, um den gro├čen Energiebedarf der Forschungs- und Produktionsst├Ątten abzudecken und dokumentiert in seiner Architektur wie in seiner Funktionsweise anschaulich den totalit├Ąren Anspruch des NS-Staates, verdeutlicht aber auch die Dimensionen und den technischen Standard der ehemaligen Versuchsanstalten. Das Kraftwerk ist heute das gr├Â├čte technische Denkmal in Mecklenburg-Vorpommern und ist als Teil der Ausstellung individuell begehbar. Bis zu 5.000 m┬▓ Ausstellungsfl├Ąche und Raumh├Âhen von 4 bis 25 m bieten viele M├Âglichkeiten f├╝r Dauer- und Sonderausstellungen.

Im Fr├╝hjahr 2001 wurde das Historisch -Technische Informationszentrum Peenem├╝nde im Kraftwerk er├Âffnet. Eine st├Ąndige Ausstellung dokumentiert unter Einbeziehung umfangreichen Quellenmaterials die Raketenentwicklung, die Geschichte der Versuchsanstalten sowie die Produktion und die Folgen des Einsatzes der Peenem├╝nder ÔÇ×WunderwaffenÔÇť.

In einem im Jahr 2002 er├Âffneten zweiten Ausstellungsabschnitt geht es um die spannende Frage, wie die in Peenem├╝nde entwickelte Raketentechnik nach dem Krieg in den U.S.A., in der UdSSR, in Gro├čbritannien und in Frankreich Ausgangspunkt f├╝r eigene milit├Ąrische aber erstmals auch zivile Entwicklungen wurde. Dar├╝ber hinaus wird mit umfangreichen und teilweise illustrierten Zeitleisten der historische Kontext vermittelt.

Auf einem ca. 120.000 m┬▓ gro├čen Freigel├Ąnde des Kraftwerks ist eine Vielzahl von Gro├čexponaten zu besichtigen.

BEGEGNUNG, BILDUNG UND KULTUR

Unter Ber├╝cksichtigung des historischen Ortes und seiner Entwicklung bis heute stellen sich in Peenem├╝nde Fragen nach dem Verh├Ąltnis von Mensch, Natur und Technik. Mit Blick auf die vertiefende Vermittlung an das Publikum entstand in Peenem├╝nde eine internationale Bildungs- und Begegnungsst├Ątte.

In Form von Vortr├Ągen, Seminaren und Workshops werden Fragen aus den Themenbereichen Technologie, ├ľkologie, Politik und Ethik diskutiert. Dieses Angebot richtet sich an Jugendliche und interessierte Erwachsene, an Wissenschaftler und P├Ądagogen, die diese Einrichtung zum Erfahrungsaustausch nutzen wollen. F├╝r Schulklassen werden nach Voranmeldung neben entsprechenden F├╝hrungen auch Projekttage angeboten und in internationalen Workcamps erleben Sch├╝ler und Studenten Geschichte hautnah. Jugendliche aus Jugoslawien, Korea, Togo, Japan, Mexiko, T├╝rkei, Frankreich, Polen, USA, Spanien, England, Tschechien, Finnland und Deutschland nahmen bisher teil.

Das Museum Peenem├╝nde ist heute zudem eine internationale Kulturst├Ątte. Neben Sonderausstellungen sind Veranstaltungen aus den Bereichen Theater, Performance, Musik, Bildende Kunst und Literatur ein fester Bestandteil des Gesamtprojekts. Die Termine entnehmen Sie bitte unserem aktuellen Veranstaltungskalender.

Die M├Âglichkeiten, durch p├Ądagogische und kulturelle Arbeit sowie durch internationale Begegnung bestehende Sichtweisen zu erg├Ąnzen und bei den angesprochenen Themen eine unmittelbare Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft herzustellen, macht Peenem├╝nde zu einem sinnvollen Kristallisationspunkt ├╝berregionaler Bildungsaktivit├Ąten.

DENKMAL-LANDSCHAFT

Die 25 km┬▓ gro├če Gemarkung Peenem├╝nde birgt eine Vielzahl von Boden- und Baudenkmalen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Den Schwerpunkt bilden die Ruinen der Peenem├╝nder Versuchsanstalten, die heute als das gr├Â├čte Fl├Ąchendenkmal in der Bundesrepublik Deutschland gelten k├Ânnten. Neben den Ruinen der milit├Ąrischen Vergangenheit findet man hier aber auch teilweise unber├╝hrte Natur, denn der Peenem├╝nder Haken war Sperrgebiet von 1936 bis 1989, und auch der Vorgang der R├╝ckeroberung dieser Milit├Ąrbrache durch Flora und Fauna in einem der ├Ąltesten deutschen Naturschutzgebiete ist von besonderem Interesse. Neben dem ├Âkologischen und dem historischen Wert kommt dieser Landschaft zudem auch ein wesentlicher symbolischer Wert zu, indem sie uns einl├Ądt, ├╝ber das Verh├Ąltnis von Mensch, Natur und Technik nachzudenken.

Obwohl gro├če Teile des Areals heute noch als munitionsbelastet gelten und daher auch weiterhin f├╝r die ├ľffentlichkeit nicht frei gegeben werden k├Ânnen, konnte im Jahr 2007 mit der "Denkmal-Landschaft" ein vom Museum ausgehender Rundweg von 22 km L├Ąnge mit inzwischen 16 Stationen er├Âffnet werden. Unter Aussparung sensibler Bereiche k├Ânnen Besucher individuell zu historisch und ├Âkologisch interessanten Punkten gelangen. An den einzelnen Stationen befinden sich Schautafeln mit weiteren Informationen.

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