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Der Vorstand wartet auf Angebote seitens Interessenten, die das Projekt vorbereiten, umsetzen und einen Containerterminalbetreiber zur VerfĂĽgung stellen. Wie ist das Interesse?

"Dies ist bereits die zweite Ausschreibung. Die Frist für die Einreichung von Angeboten endet am 15. April 2021. Während des ersten Verfahrens wurden entsprechende Materialien von 10 Unternehmen, bei dem jetzigen von 7 Unternehmen entgegengenommen. In dieser Gruppe sind 4 neue Wirtschaftssubjekte. Insgesamt sind mehrere Unternehmen interessiert. Dies sind seriöse Betriebe, Konsortien von Betreibern und Auftragnehmern sowie große Unternehmen, die Terminals auf der ganzen Welt bedienen. Die meisten von ihnen sind Unternehmen aus Europa und Asien - Kontinente, zwischen denen derzeit der intensivste Warenaustausch auf Seewegen stattfindet".

Es gibt bereits andere Containerterminals an der Ostsee. Reicht der Raum fĂĽr alle?

"Fragen, die manchmal gestellt werden – wozu wir ein Terminal in Swinemünde brauchen – überraschen mich. Ich habe keine Zweifel daran. Im Jahr 2019 wurden 3 Millionen TEU in polnischen Häfen umgeschlagen. Analysten sagen voraus, dass in 15 bis 20 Jahren die Anzahl der Container in polnischen Häfen 8 Millionen TEU erreichen könnte. Jetzt realisieren wir nicht einmal die Hälfte dieses Potenzials. Derzeit werden 8-9 Millionen TEU in den baltischen Häfen umgeschlagen. Und die Prognosen für die Ostsee in einem ähnlichen Zeithorizont liegen bei etwa 15 Millionen TEU. Die Dynamik des Wachstums und die Prognosen erfordern Investitionen, um die Häfen darauf vorzubereiten, das Potenzial dieser 8 bis 9 Millionen TEU im Zeitraum von 15 bis 20 Jahren auszuschöpfen".

Warum sollten Ladungen aus aller Welt ins SwinemĂĽnder Terminal gelangen ?

"Es hängt einfach mit der Modelllage dieses Hafens zusammen - im südwestlichen Ostseeraum, auf der Achse der Ostsee-Adria, Skandinaviens und des Mittelmeers. Im Zusammenhang mit Swinemünde sprechen wir nicht nur über den polnischen, sondern auch über den deutschen Hintergrund. Von hier ist es Berlin am nächsten, daher ist es näher an Südostdeutschland als beispielsweise von Hamburg. Darüber hinaus wollen wir das wiederherstellen, was früher die Domäne polnischer Häfen war, d. h. den Transit aus der ehemaligen Tschechoslowakei, Ungarn und Österreich. Alle Ladungen, Massen- und Stückgüter, werden heute von Hamburg bedient. Schätzungen zufolge befördert dieser Hafen 1,5 Millionen Container nach Westpolen und Mitteleuropa südlich unserer Grenzen. Wir wollen mit dem neuen Terminal um diesen Markt kämpfen".

Passt das Terminal in die sozial verantwortliche Investitionsformel?

"Dies ist eine der Voraussetzungen für die Umsetzung dieses Projekts. Die Bestimmungen des Mietvertrags verpflichten den Investor, zum Nutzen der lokalen Gemeinschaft zu handeln. Wir haben soziale Konsultationen und Treffen mit der lokalen Regierung hinter uns. Dies sind keine einfachen Gespräche, da es manchmal an Verständnis bei solchen Investitionen mangelt. Während dieser Treffen wurden verschiedene Ideen für Aktivitäten für die Umwelt und die lokalen Gemeinschaften vorgeschlagen. Sie wurden sorgfältig notiert. Das Ergebnis dieser Konsultationen sind mehrere Projekte, die uns der Swinemünder Präsident im Namen der Bewohner vorgestellt hat. Wir behandeln sie als Grundlage für den sogenannten sozialen Offset, der umgesetzt werden soll. Diese Erwartungen wurden in die Terminalvision geschrieben, wir werden sie dem zukünftigen Betreiber präsentieren. Ein wesentlicher Bestandteil der Vision des neuen Unternehmens ist das Konzept eines grünen Terminals: ein sehr modernes, automatisiertes und umweltfreundliches Terminal. Das Be- und Entladen ist vollautomatisch, menschliches Bedienen ist auf ein Minimum beschränkt, ähnlich wie in den Häfen von Rotterdam oder Hamburg. Rund 1.000 Personen werden das Terminal bedienen. Unsere Vision in Swinemünde ist es, die internen und externen Häfen umzugestalten. Im Außenhafen sehen wir mindestens 3 Terminals: das aktuelle LNG-Terminal, das Containerterminal und das Universal-Terminal (am Pier östlich des Containerterminals, wo wir den Betrieb des aktuellen internen Hafens verlegen möchten). Dies wird dazu beitragen, den Kurbetrieb am linken Ufer der Swine von allen mit dem inneren Hafen verbundenen Belästigungen zu befreien. Hier können Einrichtungen für Container, Logistikzentren, Lagerparks und Orte für Unternehmen geschaffen werden, die mit der Verteilung von Containern zu tun haben, mit einem Wort, einen sauberen grünen Hafen erstellen. Wir wollen eine Symbiose mit der Stadt, eine nachhaltige Entwicklung zum Nutzen aller. Das ist möglich. In Gdynia entstehen in unmittelbarer Nähe des Hafens Wohnsiedlungen, rund um das Massenterminal werden neue Mietshäuser gebaut. Es gibt viele Menschen, die bereit sind, diese Wohnungen zu kaufen".

Was sind die Vorteile fĂĽr SwinemĂĽnde, die Region und das Land?

Vorteile für die Landeswirtschaft sind natürlich die Haushaltseinnahmen. Im Jahr 2018 haben polnische Häfen über 40 Mrd. Złoty (10% des BIP) in den Staatshaushalt transferiert. Nur aus der Tätigkeit des Hafenkomplexes Stettin-Swinemünde werden 5 Mrd. Złoty aus verschiedenen Gebühren, Steuern usw. erhalten. Wir gehen davon aus, dass das Terminal, wenn es voll funktionsfähig ist, jährlich mindestens 10 Mrd. Złoty an Einnahmen aus dem Staatshaushalt bereitstellen sollte. Eine Person, die direkt im Hafen beschäftigt ist, schafft Arbeit für 10-15 Personen in der Hafenbranche. Das Budget der Stadt wird durch Steuern finanziert. Es werden auch zusätzliche Touristenattraktionen geschaffen. Menschen wollen große Schiffe sehen. Wir denken sogar an eine spezielle Aussichtsplattform"

Foto: ZMPSiĹš

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