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Hotels zu, die meisten Läden ebenfalls: Polen macht ab 28. Dezember im Kampf gegen die Corona-Pandemie weitgehend dicht. Das betrifft auch den polnischen Teil auf der Insel Usedom. Silvester gilt zu bestimmten Zeiten unter anderem eine Ausgangssperre.

Ab dem 28. Dezember müssen Hoteliers in Swinemünde ihre Einrichtungen fast vollständig schließen. An diesem Tag treten in Polen neue Corona-Beschränkungen in Kraft, die einen Hotelaufenthalt in der Praxis auch auf Geschäftsreisen verbieten. Hotels stehen nur uniformierten Diensten, Medizinern, Patienten spezialisierter Krankenhäuser und Sportzentren zur Verfügung. Eine Ausnahme bilden zudem Arbeiter-Unterkünfte.

Die Einschränkungen wirken sich auch auf Einkaufszentren aus. Ab dem 28. Dezember können nur Lebensmittelgeschäfte, Geschäfte mit Büchern und Zeitungen, Drogerien, Apotheken und Möbelgeschäfte geöffnet werden. Die Einschränkungen gelten bis zum 17. Januar. Am Silvesterabend wird eine Ausgangssperre verhängt – ab 19 Uhr am 31. Dezember bis 6 Uhr am 1. Januar. Darüber hinaus gelten weiterhin die bisherigen Einschränkungen: Hochzeiten und andere Veranstaltungen sind verboten, Turnhallen, Skipisten, Fitnessclubs, Restaurants und Aquaparks sind geschlossen und es gibt Öffnungszeiten für Senioren in Geschäften.

Polizei kontrolliert Hotelbuchungen

Personen, die mit einer organisierten Tour nach Polen kommen, müssen sich einer 10-tägigen Quarantäne unterziehen. Hotels nehmen weiterhin Reservierungen an, aber es muss damit gerechnet werden, dass diese jederzeit storniert werden können. Die Sanitärdienste und die Polizei haben angekündigt, die Rechtmäßigkeit des Aufenthalts der Gäste zu überprüfen. Derzeit wird in Hotels ein Fragebogen ausgefüllt, der bestätigt, dass der Aufenthalt geschäftlich ist. Nach dem 28. Dezember sollen Polizisten und Inspektoren die Buchungswebsites durchsuchen und prüfen, ob es möglich ist, als Tourist eine Unterkunft zu buchen. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss als Hotelbesitzer mit Geldstrafen in Höhe von 500 bis 30 000 Złoty rechnen.

SwinemĂĽnde fehlen die deutschen Touristen

In Swinemünde gibt es allerdings momentan ohnehin keine Touristen, da der Ort zu dieser Jahreszeit normalerweise meist von deutschen Staatsbürgern besucht wird. Urlauber aus Polen hatten nur während der Weihnachts- und Neujahrsperiode Zimmer reserviert.

„Die zuvor von Deutschland und Polen eingeführten Beschränkungen führten zu einem kompletten Stopp der Touristenaufenthalte in Swinemünde. Die neuen Beschränkungen ändern sich kaum, außer für Geschäftsunterkünfte, die nicht mehr möglich sind. Die Tourismusbranche an der Ostsee verdient von April bis Oktober Geld und dieser Zeitraum wurde in diesem Jahr fast vollständig genutzt. Der Ausfall des Geschäfts in der Weihnachts- und Neujahrszeit ist natürlich ärgerlich, aber nicht entscheidend. Im Moment ist es für die Tourismusbranche in den Bergen viel schlechter “, sagt Maciej Maciejewski, Inhaber von Apartamenty Świnoujście.

Gastronomie überbrückt die Zeit mit Außer-Haus-Verkäufen

Dort rechnen die Anbieter nicht mehr damit, die erlittenen Verluste in den Winterferien noch ausgleichen zu können. Zwar ist der Lockdown vom 4. bis 17. Januar begrenzt, aber in Kombination mit Übernachtungsverbot und geschlossenen Skipisten bedeutet dies, dass viele schon jetzt ihre geplanten Reisen stornieren. Die Gastronomie ist in einer etwas besseren Situation. Restaurants in Swinemünde verkaufen derzeit Gerichte zum Mitnehmen. Viele der Promenadenlokale sind geschlossen, und diejenigen, die sie betreiben, verkaufen Weihnachts-Gerichte. Wie es weitergeht, weiß niemand.

„Die Pandemiezeit seit März war für uns schwierig, aber definitiv besser als die, die vor uns liegt. Damals waren wir uns des kommenden Sommers bewusst. Jetzt gehen wir nach einer nicht sehr erfolgreichen Saison in einen harten Lockdown – und es gibt keine Aussicht darauf, dass schnell eine gute Saison ansteht. Niemand kann uns sagen, wann es möglich sein wird, die Häuser wieder zu öffnen. Und so einfach ist das nicht “, erklärt Piotr Kośmider, Vorsitzender der Swinemünder Zweigstelle der Nordhandelskammer.

Quelle: Ostsee Zeitung

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