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Ende Oktober soll der neue Radweg an der B 110 zwischen der Stadt Usedom und der Kreuzung in Mellenthin fertig sein. Auf dem gut 6,5 Kilometer langen Abschnitt geht es teils bergauf und bergab. Wie eine riesige Schlange schlängelt sich das schwarze Asphaltband neben der Bundesstraße 110 durch den Wald. In ein paar Wochen sollen hier Radfahrer zwischen der Stadt Usedom und Mellenthin sicher unterwegs sein.

Es geht vorwärts. Bereits jetzt benutzen (unberechtigterweise) Radler einen Teil der neuen Asphalttrasse, die einmal die Stadt Usedom und Mellenthin (Abbiegung Gasthof Klein) verbinden wird. „Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Wir wollen Ende Oktober fertig sein“, sagt Andreas Herold, Dezernent für Straßenbau beim Straßenbauamt Neustrelitz. Auf der gut 6,5 Kilometer langen und 2,50 Meter breiten Strecke, die teils bergauf und bergab geht, ist laut Herold die Tragschicht bereits eingebaut. „Nun muss noch die drei Zentimeter starke Deckschicht aufgetragen werden. Dann folgen die Nebenanlagen und die Verkehrszeichen.“ Die Gesamtkosten liegen bei rund 800 000 Euro.

Kopfzerbrechen bereitet den Verantwortlichen der Stadt Usedom und den Anliegern die Einmündung an der Traktorenwelt Usedom Richtung Schloss Stolpe und der Stolper Straße. Der Radweg kreuzt an dieser Stelle die Bundesstraße 110. Usedoms Bürgermeister Jochen Storrer unkt: „Das könnte eine gefährliche Ecke werden. Die Stadtvertretung und viele Bürger haben ernsthafte Bedenken. Ich hätte mir an dieser Stelle eine Fußgängerampel oder einen Fußgängerüberweg gewünscht. Nun soll es dort wenigstens eine Aufstellfläche für Radfahrer und Fußgänger geben. Eine Ampel würde auch den Radfahrern und Autofahrern eine zusätzliche Sicherheit geben. Von Stolpe auf die viel befahrene Straße zu kommen, ist schon nicht einfach. Wer es dann geschafft hat, muss kurz nach der Auffahrt auch gleich mit einem Radfahrer rechnen“, so Storrer. Gerade Kraftfahrer aus Richtung Stolpe müssen entgegen der Fahrspur nicht schräg, sondern gerade die Leitlinie anfahren, damit sie Fahrzeuge aus Richtung Sportplatz beziehungsweise Feuerwehr Usedom sehen können.

Auf das Problem hat das Straßenbauamt Neustrelitz inzwischen reagiert: „Wir werden dort auf der Fahrbahn eine Querungshilfe für Radfahrer und Fußgänger installieren. Durch entsprechende Borde auf dem Asphalt soll die Sicherheit für die Querenden noch erhöht werden“, so Herold. Ein Kreuzungsausbau sei derzeit nicht relevant: „Wir bauen hier einen Radweg.“

Für das nächste Jahr kündigt der Dezernent allerdings Bauarbeiten auf der B 110 in Höhe des Abzweiges Suckow in den Lieper Winkel an. In dem gefährlichen Kreuzungsbereich ist von der Stadt Usedom in Richtung Kaiserbäder eine Linksabbiegespur geplant. Dafür muss in dem Bereich die Fahrbahn verbreitert werden.

Quelle: Henrik Nitzsche (Ostsee Zeitung)

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