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Die Polnische Ostseeschifffahrt Polska Zegluga Baltycka ( PZB) könnte noch im Juni von der deutschen Gesellschaft Poland Sweden Line GmbH mit dem Sitz Lübeck übernommen werden. Diese Information haben die Gewerkschaften bekommen, die mit der Privatisierung unter den von dem Investor vorgeschlagenen Bedingungen nicht einverstanden sind. Konkret geht esumdas Sozialpaket für die Besatzung. Die Gewerkschaftsmitgliedermöchten eine Beschäftigungsgarantie für die nächsten drei Jahre bekommen. Poland Sweden Line bietet nur ein Jahr. Die Verhandlungen wurden unterbrochen. Bei PZB wurde Streikbereitschaft verkündet.

„Wir haben nichts gegen die Privatisierung, weil wir seit vielen Jahren auf dem freien Markt tätig sind. Es geht um die Art und Weise, in der man unser Unternehmen verkaufen will. Das Ministerium hat die Absicht, uns spottbillig loszuwerden. Wir kämpfen im Interesse polnischer Mitarbeiter“, sagt Kazimierz Sikora, der Vorsitzender der Gewerkschaften Solidarnosc bei PZB.

Zwar ist den Gewerkschaftsmitgliedern gelungen, den Privatisierungsprozess zu verzögern, der Beschluss bezüglich des Verkaufs der PZB soll aber noch in dieser Woche getroffen werden. Die Gesellschaft Poland Sweden Line ist mit TTLine verbunden, der deutschen Reederei, die in diesem Sommer eine neue Verbindung zwischen Swinemünde und Trelleborg (Schweden) einführt. Auf der Strecke verkehren die Fähren PZB (unter dem Namen Polferries). Das Ministerium will über 91 Prozent Aktien, die einen Nominal-Wertvon etwa 22 Millionen Euro haben, verkaufen und kann dies tun, ohne das Sozialpaket für die Besatzung anzufordern. Das bedeutet, dass es wahrscheinlich zum Streik kommt. Kazimierz Sikora betont, dass die PZB zurzeit in sehr guter Verfassung ist und der neue Besitzer den ein Übergewicht im Ostsee-Markt gewinnt.

„In diesem Jahr werden wir wahrscheinlich etwa 20 Millionen Zloty Gewinn haben. Auf unserem Markt kann man mit 20-prozentigem Wachstum rechnen. Wir haben versucht, als Besatzung die PZB auf Raten zu kaufen, aber solche Lösung wurde von dem Ministerium abgelehnt. Wir verstehen das nicht. Warum kniet man praktisch vor jedem Investor nieder und will uns um jeden Preis loswerden und nicht einmal eine Chance geben?“, fragt Sikora.

Auchandere polnische Reedereien, unter anderem die Polnische Meeresschifffahrt (Polska Zegluga Morska, PZM), haben Befindlichkeiten, wenn es um die Privatisierung von PZB geht. Die Einführung einer neuen Einheit ins Fährterminal von Swinemünde bedeutet für sie eine große Konkurrenz. So wundert nicht, dass die Privatisierung von PZB zurzeit Gegenstand politischer Auseinandersetzungen ist. Die größte Opposition in Polen, die Partei Recht und Gerechtigkeit PiS, meint, dass die Regierung die Liquidation der polnischen Reederei anstrebt. Laut dem PiS-Abgeordneten Marek Gróbarczyk geht es hier darum, die Gesellschaft in den Ruin zu treiben und dann zu verkaufen. Ganz anders ist die Meinung des Ministeriums für Transport,Bauwesen und Meereswirtschaft. Das Ressort meint, dass die Konkurrenz auf der Strecke nach Schweden günstig ist und die PZB die Zusammenarbeit mit einer anderen Reederei - Unity Line – einengen sollte.

Bei Polska Zegluga Baltycka (PZB) sind augenblicklich noch etwa 600 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Kolberg (Kolobrzeg). Ihre Fähren verkehren unter dem Namen Polferries. Die Gesellschaft hat ihre Büros auch in Warschau, Stettin und Gdingen. Sie betreibt drei Fähren auf den Strecken nach Schweden und nach Dänemark.

Quelle: Ostsee Zeitung
Fot.Sławomir Ryfczyński

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