Der frühere Baustil in den Seebädern der südlichen Ostseeküste wurde zu einem Markenzeichen, darunter auch in Swinemünde und in den benachbarten drei Badeorten Ahlbeck, Heringsdorf, Bansin. Ihm wurden schon verschiedenste Veranstaltungen, Vorträge und Internetseiten gewidmet. Auch im polnischen Świnoujście pflegt man die Bäderarchitektur mit großer Sorgfalt.
Der einzigartige architektonische Stil entwickelte sich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Villen, Pensionen, Logierhäuser und Gartenanlagen, die seinerzeit in Swinemünde, Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin entstanden, waren ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Stellung des Bauherren. Heute gelten sie als Baudenkmale, die der Umgebung einen legendären Reiz verleihen. Einige spielen mit dem Vorbild der Renaissance, andere mit Klassizismus oder Barock. Jedes Gebäude ist anders, doch alle gehören zusammen. Häufig sind es zwei- bis viergeschossige Bauten, deren Fassaden durch Balkone, Loggien und Veranden gekennzeichnet sind. Größere Objekte sind mit Risaliten verziert, die über die gesamte Gebäudehöhe aus der Wand hervorspringen. Andere zeichnen sich durch antikisierende Säulen, Pilaster, Tympana und charakteristische Türmchen aus. Die Fassaden sind in hellen Farben gehalten, wie etwa Weiß, Hellgrün, Beige und Hellblau.
Zu den repräsentativsten Objekten der Bäderarchitektur gehören der 1890 im schlossähnlichen Stil erbaute „Ahlbecker Hof“, die „Villa Oppenheim“ in Heringsdorf die zu einem Lieblingsmotiv des amerikanischen Malers Lyonel Feininger wurde, und eines der ältesten Beispiele der Bäderarchitektur - die heutige „Villa Achterkerke“, die 1845 in Heringsdorf errichtet wurde. Eines der kunsthistorisch bedeutendsten Bauwerke ist wegen seines Glasmosaiks die 1883 von Antonio Salviati erbaute „Villa Oechsler“. In Swinemünde haben in den letzten Jahren die Logierhäuser „Swarożyc“ und „Bursztyn“ wieder ihren alten Glanz bekommen.
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Etwa 30 km Radwege in Swinemünde selbst, 150 km in Reichweite auf der deutschen Grenzseite und dazu einige hundert Kilometer gekennzeichneter Radwege in unmittelbarer Nähe – Usedom und Wollin haben sich wohl die Bezeichnung „Rad-Inseln“ verdient. Heute empfehlen wir Ihnen besonders eine Radtour in den Süden Usedoms, zu der ehemaligen Fischersiedlung Kamminke. „Ein guter Start für eine solche Radtour ist die UBBEndstation. Von hier fahren wir den Radweg an der 11-Listopada-Straße entlang, in Richtung Grenzübergang Swinemünde-Garz.“, erzählt Sławek Putresza, einer der Freunde von Orientierungsrallyes. |
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