Unruhe über geplantes Kohlekraftwerk Lubmin nun auch in Polen

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Ihre Beunruhigung wegen des Vorhabens haben in zwei gleichlautenden Beschlüssen die Stadtvertretungen von Swinemünde und Misdroy ausgedrückt. Sie sprachen ihr Unbehagen über mangelnde Informationen aus und unterstützten nachdrücklich die Bemühungen des Warschauer Umweltministeriums um mehr Aufklärung. Damit widmeten sich die Abgeordneten einem Thema, das auf deutscher Seite bereits seit vielen Monaten Schlagzeilen macht.
Der dänische Investor Dong Energy beabsichtigt mit Unterstützung der Regierung des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, nahe dem Seebad Lubmin am Greifswalder Bodden, Luftlinie etwa 50 Kilometer von der Swinemündung entfernt, ein Steinkohlekraftwerk mit 1850 Megawatt Leistung zu errichten. Dagegen regt sich vor Ort heftiger Widerstand, sowohl von Umweltschützern als auch von Vertretern der Tourismusbranche. Vier Bürgerinitiativen gegen das Vorhaben entstanden, darunter auf den Inseln Rügen und Usedom. Eine Allianz bündelt diese Initiativen.
Die Kritik an dem Steinkohlekraftwerk ist in zwei Schlagworten zusammen zu fassen. Zum falschen Zeitpunkt und am falschen Ort. Angesichts der weltweiten Debatte um Kohlendioxidausstoß und Klimawandel unzeitgemäß und wegen befürchteter Schäden für den Tourismus auf den Inseln Rügen und Usedom-Wollin in seiner Lage mitten in dieser Region an der Pommerschen Bucht an einem ungeeigneten Platz. Auf deutscher Seite geht der Streit quer durch die politischen Parteien. Der einflussreiche Tourismusverband Insel Usedom geriet an den Rand der Spaltung, der langjährige Vorsitzende trat zurück.
Wolfgang Abraham

Gute Nachbarschaft

Sehr geehrte Damen und Herren und ihr die üblen Zeitgenossen,

wenn in Polen Bedenken gegen ein Kohlekraftwerk bestehen, dann kann ich es gut verstehen.
Als in Komotau in der CSSR Kohlekraftwerke betrieben wurden begann im Erzgebirge das Baumsterben, gab es bis nach Skandinavien ökologische Schäden.
Wer sich hier über die Nachbarn aufregt ist nicht für oder gegen das Kohlekraftwerk in Lubmin, er ist gegen unsere polnischen Nachbarn.
Ich bin für ein gutes Miteinander und für das verschwinden der Grenzen in den Köpfen!
So sehe ich das.
Gruß Rollerheinz

Steinkohlekraftwerk, Flüssiggasterminal, Salmonellen, ...

Sehen wir es positiv. Allmählich beginnen wir grenzübergreifend und offen miteinander zu diskutieren. Das Steinkohlekraftwerk ist nicht nur „deutsch“ und das Flüssiggasterminal nicht nur „polnisch“ . Beides soll in der Pommerschen Bucht entstehen. Das ist unsere gemeinsame Region. Für beide Vorhaben gibt es auf beiden Seiten Befürworter und Gegner. Nur die Salmonellen will keiner. Aber ebenso wie Schadstoffe in der Luft, erwärmtes oder verschmutztes Wasser kennen Krankheitserreger keine Grenze. Wir haben auf beiden Seiten der verschwindenden Grenze das Recht auf umfassende Information. Und die Pflicht.
Es hätte sich gehört, dass der Kraftwerksinvestor DONG Energy die polnischen Anrainer der Region von sich aus informiert hätte – möglichst auf Polnisch. Ebenso der Gashafeninvestor PGNiG die deutschen Nachbarn – das dann auf Deutsch. So sollte der künftige Umgang miteinander aussehen.
Deshalb ein Dank an die Swinemünder Initiatoren der Rada-Sitzung am Mittwoch. Sie haben deutsche und polnische Vertreter der Region Usedom-Wollin an einen Tisch gebracht und zum Salmonellen-Thema offen diskutiert. Ich hätte nicht gedacht, dass die tückischen Biester einmal zu etwas gut sind.
Wolfgang Abraham

Aufreger

Hallo anonymus,
worüber regst Du Dich auf?

Mal sehen, wie es bei Dir aussieht, wenn unsere Nachbarn ihren Gashafen bauen und die schöne Sicht nach Misdroj verschandeln. Dass sich einige unserer Nachbarn als Betroffene eines Kohlekraftwerks zu Wort melden, ist deren gutes Recht. Das bringt die EU mit sich und im Übrigen ist Swinemünde nicht viel weiter von Lubmin entfernt wie Ahlbeck.
Ach, so, natürlich kommt auch bei unseren Nachbarn der Strom aus der Steckdose :-), bei manchen auch aus Baktterien.
Späßle gemacht.

Kraftwerk

Über was regen sich unsere Nachbarn noch auf. Erst Fkk und nun das geplante Kraftwerk.Fragen wir woher ihr Strom kommt bzw. wohin treiben die Bakterien?

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