Tragischer Unfall: SwinemĂĽnder trauern um jungen Hafenarbeiter

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Schweigeminute für einen Swinemünder: Die Stadt gedenkt eines 22-jährigen Hafenarbeiters, der bei Umschlagarbeiten mit einer Gondel abstürzte und starb. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Viele Bürger fragen sich: Hätte sein Tod verhindert werden können?

Der tragische Unfall im Hafen, der sich am 4. November ereignete, weckt bei den Swinemündern weiterhin viele Emotionen. Bei Umschlagarbeiten kam der 22 jährige Kacper Tworek ums Leben. Die Kabine, in der er arbeitete, brach vom Kran ab und stürzte aus etwa 10 Metern Höhe auf den angehobenen Lukendeckel eines Schiffes. Viele fragen sich, ob die Tragödie hätte vermieden werden können. Die Unfallursachen werden derzeit untersucht. Die Details der Rettungsaktion sind bereits bekannt. Es nahmen dabei 32 Feuerwehrleute teil. Laut den Angaben, herrschten am Tag der Tragödie extreme Wetterbedingungen. Ein starker Wind von 25 bis 30 m/s hinderte die Feuerwehrleute eine Leiter aufzustellen, um zu dem eingeklemmten Mann zu gelangen.

„Es wurde versucht, den Verletzten vom Kranpodest aus zu erreichen, was sich ebenfalls als unmöglich herausstellte“, erklärt der Brigadier Tomasz Wojciechowski vom Städtischen Hauptquartier der Staatsfeuerwehr in Swinemünde.

Die Feuerwehr erreichte Kacper erst nach 19 Stunden. Der Mann war bereits tot. Seine Brust war zerquetscht. Die Feuerwehr musste aufpassen, da die Kabine instabil war. Die gespannten Seile eines mit Eisenerz beladenen Krankübels von etwa 20 Tonnen Gewicht drückten dagegen. Die Retter mussten sich beeilen. Die Kabine musste angehoben werden. Zunächst wurde der größte in Westpommern Feuerwehrkran in den Hafen geholt. Leider fehlten ein paar Meter. Man entschied sich für einen Kran mit einer Tragfähigkeit von 90 Tonnen und einer Reichweite von 50 Metern vom Marinehafen in Swinemünde. Erst dann war es möglich, die Kabine anzuheben und zu bewegen.

Die Polizei und Staatsanwaltschaft trafen am Tatort ein. Die Ermittler leiteten das Verfahren ein, einen Mitarbeiter der unmittelbaren Gefahr des Verlusts des Lebens oder einer schweren Gesundheitsschädigung mit tödlichem Ausgang auszusetzen. Erste Unterstützung für die Familie des Mannes leistete die Besatzung des Gerhard Forts und die Stadträtin Agnieszka Kaczmarek. Für professionelle psychologische Hilfe sorgte der stellvertretende Präsident von Swinemünde, Paweł Sujka. Leider erfuhr die Familie vom Unfall über soziale Medien.

Nach dem Unfall, wurde Kacper von der Fußballfamilie, der Mannschaft UKS Prawobrzeże verabschiedet, wo er trainierte und spielte. Am Mittwoch (10.11.) legten Spieler, Fans, Freunde und die Familie eine Schweigeminute zum Gedenken an den jungen Mann aus Swinemünde ein. Eine Stellungnahme zum Unfall durch die Hafenbehörde liegt bereits vor.

„Der Fall dieses unglücklichen Unfalls wird von der Staatsanwaltschaft und anderen berechtigten staatlichen Institutionen aufgeklärt, mit denen OT Port Świnoujście S.A. zusammenarbeitet. Unabhängig davon hat die Gesellschaft eine eigene Unfallkommission berufen. Um die Umstände des Geschehens umfassend aufzuklären, wurde die Video-Überwachung sichergestellt. Wir haben der Familie und den Angehörigen des Verstorbenen professionelle psychologische Unterstützung gesichert “, stand in der Erklärung.

Die Hafenbehörden versichern, dass die Umschlagarbeiten am Terminal gemäß den in polnischen Häfen geltenden Verfahren und Standards durchgeführt wurden und werden. Umschlaggeräte unterliegen einer obligatorischen und regelmäßigen technischen Kontrolle gemäß geltendem Recht.

Foto. Tomasz Wojciechowski

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