Tourismusabgabe spaltet Urlauberorte

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M├╝ssen Besucher polnischer St├Ądte bald eine generelle Tourismusabgabe bezahlen? Soweit k├Ânnte es kommen, wenn ein neuer Vorschlag der Vereinigung der polnischen St├Ądte und Selbstverwaltungen das Parlament in Warschau passiert. Der sieht vor, die bisherige Regel f├╝r Kurtaxen au├čer Kraft zu setzen und durch eine einheitliche Tourismusabgabe in H├Âhe von t├Ąglich 2,22 Zloty (50 Cent) pro Person zu ersetzen.
Die Gemeinden sollen diese Abgabekassieren ÔÇô unabh├Ąngig von Umweltbedingungen.

Bislang darf in Polen eine Kurtaxe nur dann erhoben werden, wenn Gemeinden bestimmte Klima- und Umweltbedingungen erf├╝llen. Und das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Die neuen Vorschriften k├Ânnten n├Ąchstes Jahr schon in Kraft treten. Die Taxew├╝rde dann auch jedes Jahr nach dem Inflationsindex aktualisiert. Der Vorschlag ist durchaus umstritten. Einige Gemeinden haben Angst, dass die neue Abgabe
schlichtweg Touristen abschrecken k├Ânnte. Andere wehren sich, weil sie durch die Kurtaxe mehr einnehmen. Zu letzteren z├Ąhlt Swinem├╝nde: Hier m├╝ssen Touristen pro Aufenthaltstag vier Zloty (ein Euro) pro Person und Nacht bezahlen. Auf diese Weise flie├čen pro Jahr rund sechs Millionen Zloty (etwa 1,5 Millionen Euro) in die Stadtkasse. Der Staat schie├čt weitere sechs Millionen Zloty nach. Als Gegenleistungmuss Swinem├╝nde diese Einnahmen in die Kurortfunktionen, darunter Umweltverbesserungsma├čnahmen, investieren. Dankder Kurtaxe wurden zum Beispiel ein neuer Fahrradweg zur Windm├╝hle am Strand gebaut, Teile des Kurparks erneuert und Strandaufg├Ąnge verbessert. In kleineren Orten sind die Kurtaxen deutlich geringer als von der Vereinigung der Polnischen St├Ądte gefordert oder werden gar nicht erhoben. Das ist zum Beispiel in Miedzyzdroje (Misdroy) der Fall.
Hier m├╝ssen die Touristen nur zwei Zloty pro Person und Nachtbezahlen. Die Einnahmen der Kommune
aus dieser Quelle betragen 1,2 Millionen Zloty (300 000 Euro) pro Jahr.

ÔÇ×Wir f├Ârdern mit dem Geld alle Aktivit├Ąten, die den Tourismus angehen. Wir bezahlen damit den Rettungsdienst, die Strandaufr├Ąumarbeiten oder die Blumenbeete, die die Promenade zierenÔÇť, sagt Henryk Nogala, Sekret├Ąr im Stadtamt Miedzyzdroje.

Seiner Meinung nach sollte man die Idee einer neuen Abgabe mit Vorsicht genie├čen. Eine zu hohe Geb├╝hr k├Ânnte die Touristen abschrecken, die sich unter Umst├Ąnden f├╝r kleinere Ortschaften entscheiden, die wettbewerbsf├Ąhigere Preise anbieten.

ÔÇ×Die Kurtaxe muss stets ausgewogen sein. Bei uns wird diese seit Jahren nicht erh├Âht. Im kommenden
Jahr sind auch keine ├änderungen in dem Bereich geplantÔÇť, f├╝gt Henryk Nogala hinzu.

In Stepnica, einer kleinen Gemeinde am Stettiner Haff, wird gar keine Kurtaxe erhoben. Die neue Tourismusabgabe w├╝rde bestimmt hohe Einnahmen in die Stadtkasse generieren, aber bis jetzt denkt
hier kein Mensch daran, sie einzuf├╝hren.

ÔÇ×Unsere Statistik belegt, dass in der Sommersaison rund 25 000 G├Ąste unseren Strand nutzten. Wir haben trotzdem nicht vor, so eine Abgabe einzuf├╝hrenÔÇť, sagt Maciej Herman aus dem Stadtund Gemeinde amt Stepnica. Was den Tourismus angeht, steckt Stepnica noch in den Kinderschuhen und mussim Bereich der Infrastruktur noch viel nachholen. Die Gemeinde setzt auf die Entwicklung von Fahrradwegen und Segelrouten. Eine Tourismusabgabe w├╝rde Stepnica wohl mehr nutzen als schaden.

Quelle: Ostsee Zeitung

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