Nachdenkliche Gesichter und eine angespannte Atmosphäre bei der Pressekonferenz am 7. Oktober 2009, aber bei den beteiligten Politikern der Wille zur Lösung eines Problems: Die Regelung der Kurabgabepflicht für die Swinemünder Bürger beim Aufenthalt in den benachbarten deutschen Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Laut Vertretern der deutschen Gemeide, waren die Swinemünder offiziell bisher nicht von der Kurabgabe befreit, denn die gesetzliche Grundlage (das Landesmeldegesetz Mecklenburg-Vorpommern) für diese Abgabe kann nicht auf Polen übertragen werden.
Nun ist es aber offiziell: Nach einer Rücksprache der Gemeinde Heringsdorf mit dem Innenministerium des Landes M-V am 6. Oktober 2009 hört die Entbindung von der Kurabgabepflicht für die Einwohner der Insel Usedom nicht mehr an der (nicht mehr existierenden) Grenze auf.
Heringsdorfs Borgermeister Klaus Kottwittenborg auf der besagten Pressekonferenz: „Wir haben beschlossen, die Swinemünder mit unseren Bürgern gleichzusetzen und ihnen einen Rechtsanspruch auf Erlass der Kurabgabe zu sichern.“
Diese Entscheidung muss in den kommenden Wochen noch durch das Parlament der Gemeinde Heringsdorf beschlossen werden. Bürgermeister und Parlamentschef Helmut Friedrich sind sich sicher, dass die Abgeordneten mehrheitlich dafür votieren werden.
Ab 1. Januar 2010 wird es dann ganz offiziell in der Kurabgabensatzung der Kaiserbäder heißen: „Von der Kurtaxe befreit sind Einwohner der Insel Usedom, unabhängig von ihrer staatlichen Zugehörigkeit.“ Dies gilt natürlich auch für die Einwohner der auf dem Ostufer der Swine befindlichen Stadtteile der polnischen Nachbarstadt.
Text und Foto: G. B.
Von links: Dietmar Gutsche, Janusz Zmurkiewicz, Klaus Kottwittenborg und Helmut Friedrich.
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Kurtaxe und extra Strandgebühr
Dass Kurtaxe gefordert wird, daran hat man sich inzwischen gewöhnt. In Meck-Pomm kennt aber wahrscheinlich die Geldgier keine Grenzen. In manchen Orten wird zuzüglich unverschämterweise eine Extra Strandgebühr kassiert. Man sollte sich hier ein Beispiel an Schleswig-Holstein nehmen. In den Bädern gibt es auch für Tagesgäste kostenlose Parkplätze, un man staune: Man kommt als Tagesgast auch ohne Kurkarte oder eine absonderliche Strandgebühr an den Strand. Fazit: In Meck-Pomm haben wir es mit postkommunistischer Geldgier (schnelles Geld) zu tun. Auf meine Anwesenheit muss man dort verzichten. Ich kann mein Geld auch nutzbringender anderswo ausgeben. Aber so lange die Menschen scharenweise dahin fahren und bereitwillig ihr Geld aufblättern, wird man auch kaum von der Abzocke ablassen.
Beste Grüße!
Agi
Dresden (Ostdeutscher)
Kurtaxe
Kurtaxe mag ja manchmal sinnvoll sein, aber in Deutschland wird natürlich übertrieben. Als Tagesgast lasse ich auf irgendeine Art sowieso Geld in der Stadt, es fängt mit den Parkpklatzgebühren an. Will ich zum Strand darf ich Strandgebühren zahlen, teilweise bis 3,50 Euro für einen Tag. Hunger bekomme ich natürlich auch, also gebe ich wieder Geld aus.
Aber HALT: Es könnte ja auch jemand kommen der nichts ausgibt und das geht ja mal nicht, und wer nichts ausgibt darf auch nicht an den Strand !!!
Da fahre ich lieber in Länder die nur eine Kurtaxe nehmen wenn man auch übernachtet, das finde ich teilweise noch gerecht aber diese Eurogräber an den Strandzugängen in Deutschland müssten verboten werden !!
Kurtaxe
Ich bin Deutscher. Ich lehne jede Art einer sogenannten Kurtaxe ab, es ist eine von vielen bestehenden verdeckten Steuern in Deutschland!
Es gibt auch in der BRD Menschen die sich diese verdeckte Steuer nicht leisten können.
Es sollte allen ohne Ausnahme welcher Staatzugehörigkeit, Hautfarbe oder Religion möglich sein sich an jedem Ort frei zu bewegen.
Dieses ist meine Meinung!
Gruß
Rollerheinz
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