Karniner Erklärung des Ministers des Landes Mecklenburg – Vorpommern

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Die 1933 gebaute und 1945 gesprengte Karniner Hubbrücke war Teil einer seit 1876 bestehenden Eisenbahnverbindung von Ducherow an der Hauptstrecke Berlin – Stralsund nach Swinemünde auf der Insel Usedom. Mit dieser Eisenbahnverbindung war es seit 1894 möglich, die Kaiserbäder auf der Insel Usedom von Berlin aus mit dem Zug in gut zweieinhalb Stunden zu erreichen. Heute beträgt die Fahrzeit zwischen Berlin und den Kaiserbädern über die 2000 eröffnete Wolgaster Peenebrücke etwa vier Stunden.

Die Reisezeit zwischen Berlin und den Kaiserbädern wieder deutlich zu verringern, ist Ziel des Wiederaufbaus der Eisenbahnverbindung über Karnin. Die bestehenden Straßenverbindungen über die Wolgaster Peenebrücke und die Zecheriner Brücke sind in ihrer Leistungsfähigkeit ebenso begrenzt wie das Straßennetz auf der Insel selbst. Eine attraktivere Eisenbahnverbindung wird das Straßennetz daher maßgeblich entlasten – durch weniger Autos bei der An- und Abreise und durch weniger Autos auf der Insel. Die Erlebbarkeit der Insel Usedom als Naturkleinod und Freizeitparadies bliebe gewahrt. Eine kurze Reisezeit zwischen Berlin und der Insel Usedom wird auch den Anteil der Tagesgäste wesentlich steigern. Daneben bedingt der demographische Wandel für die Tourismuswirtschaft auf der Insel Usedom eine gute Bahnanbindung, sowohl für die Besucher als auch für die Einheimischen.

Der Wiederaufbau der Eisenbahnverbindung über Karnin ist Aufgabe der Bundesrepublik Deutschland. Die Aufnahme der Eisenbahnverbindung über Karnin in den Bundesverkehrswegeplan 2003 war ein richtiger Schritt. Bei Vorliegen entsprechender wirtschaftlicher Daten muss das Projekt nunmehr in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen und so bald als möglich realisiert werden. Eine auf Initiative der Deutschen Bahn AG zu bildende internationale Arbeitsgruppe, die von ihr auch verantwortet und geführt wird, wird die entsprechenden Untersuchungen und Maßnahmen flankieren und unterstützen. Ebenso wird das Land Mecklenburg-Vorpommern eine Absichtserklärung zum Wiederaufbau der Eisenbahnverbindung über Karnin erarbeiten und sie den zu beteiligenden Partnern – Bundesrepublik Deutschland, Länder Berlin und Brandenburg, Deutsche Bahn AG – vorlegen.

Der Wiederaufbau der Eisenbahnverbindung über Karnin wird auch das Zusammenwachsen der Region Pomerania auf beiden Seiten der Grenze befördern. Gleich zweimal wird der Zug auf seiner Fahrt von Berlin nach Heringsdorf über Karnin die deutsch-polnische Grenze queren: das ist praktisch erlebte europäische Integration. Swinemünde, das derzeit die Zahl seiner Gästebetten verdoppelt, wird erheblich von der attraktiven Verbindung nach Berlin profitieren.

Der Wiederaufbau der Eisenbahnverbindung über Karnin ist ein wichtiger Baustein für den ganz konkreten Prozess der europäischen Integration im Nordosten Deutschlands. Es ist zu prüfen, ob durch die Europäische Union zusätzliche Fördermittel zur Realisierung des Projektes bereitgestellt werden können.

Der Wiederaufbau der Eisenbahnverbindung über Karnin befördert vor allem die Tourismuswirtschaft. Sie soll mit konkreten PPP-Projekten in die Realisierung des Projektes eingebunden werden.

Karniner Erklärung des Ministers des Landes Mecklenburg –

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Europäische Integration???

Den Sinn des Artikels habe ich nicht ganz verstanden. Seit wann geht es Polen um europäische Integration und zudem noch in Hinblick auf Deutschland? Wozu sollten wir den Polen eine Eisenbahnlinie bauen. Polen bekommt eine Menge EU-Hilfen und das war der Hauptgurnd des polnischen EU-Beitritts. Davon wiederum bezhalt Deutschland einen nicht unerheblichen Teil und dabei sollten wir es denn auch belassen.

Moeglichkeiten und Aufschwung

wie ich schon an anderer Stelle gepostet hatte...

Es waere doch auch ein durchgehendes Zugpaar von Swinemuende Hafen nach Swinemuende Stadt(fast Kreisverkehr) ueber Stettin und Pasewalk eine Art *Vorpommern S-Bahn* moeglich wodurch die Region nochmehr zusammenwaechst.

Dadurch haette auch Stettin die schnellste Verbindung(unter 1h moeglich) ueber Pasewalk nach Swinemuende Stadt und gleichzeitig eine Erhoehung des Gueterverkehr auf der Strecke Swinemuende Hafen ins Polnische Hinterland zur Folge.

Oder auch...
Pasewalk wuerde somit auch wieder zu einem richtigen Eisenbahnknoten werden und damit besser Touristisch vermarktet werden koennen.
z.B. Diesel-Intercity von Hamburg-Luebeck ueber Pasewalk nach Stettin
Intercity von Berlin ueber Pasewalk-Ducherow nach Swinemuende Stadt
Vielleicht aber auch kann hier die erste ICE-Strecke Vorpommerns Entstehen!!!

Auf alle Faelle darf keine Zeit in der gebeutelten Region verschwendet werden.
Es steht viel auf dem Spiel!!!

Auf eine neue Zeit und bis bald euer T. aus P. an der Ue

Natur bewahren ist unsere wirtschaftliche Grundlage

Es spricht sich langsam herum, dass der Autoverkehr den Touristen und den Insulanern mehr Nachteile als Vorteile bringt. Wer die Insel Usedom wegen ihrer Naturschönheiten erleben möchte und dieses Vergnügen auch noch seinen Enkelkindern wünscht, sollte für die direkte Bahnverbindung Berlin- Swinemünde/Heringsdorf kämpfen. "Eisenbahnbau statt Auto-Sommerstau!" muß daher die Richtlinie für die künftige deutsch-polnische Politik in der Oder-Mündungs-Region sein.
Wer dies verneint, muss erklären, wovon die Menschen hier in Zukunft leben sollen, wenn nicht in erster Linie vom Naturtourismus.
Dr. Günther Jikeli
Usedom Stadt

Betreff Eisenbahnverbindung über Karnin

Der Wiederaufbau der Eisenbahnstrecke über Karnin wäre wunderschön. Gerade ältere Reisenden würden bestimmt öfter auf den Zug zurückgreifen, da die Zeitersparnis und Anstrengung gegenüber der Autofahrt doch erheblich wäre!!!

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