Frachtmenge am FĂ€hrterminal steigt

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Das Transportpotenzial des FĂ€hrterminals in SwinemĂŒnde steigt: Schon die zehnte FĂ€hre verbindet die Kurstadt mit Schweden. Der neueste TrĂ€ger – die deutsche Reederei TT-Line – hat die Route nach Trelleborg aufgenommen. Gerade Dank der umfangreichen Kontakte mit Skandinavien blieb das Terminal von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise erfolgreich verschont. Davon zeugt die Anzahl der FĂ€hrenfracht: Im Jahr 2012 wurden nach Skandinavien mehr als 508 000 Fahrzeuge und 6,4 Millionen Tonnenweitere Fracht transportiert. Die FĂ€hren nahmen an Bord knapp 0,8 Millionen Passagiere mit.

Das Jahr 2013 endete mit einer weiteren erfolgreichen Bilanz. So stieg der Transport von Lastkraftwagen nach Ystad und Trelleborg um mehr als sieben Prozent, wĂ€hrend die Zahl der Ladungen (Gewicht der Lastkraftwagen eingerechnet) sich auf 6,6 Millionen Tonnen belief. Wenn man die Ergebnisse des Terminals in SwinemĂŒnde mit dem Transport auf den FĂ€hren anderer Linien der Ostsee vergleicht,wo eine
Stagnation oder sogar Regressionzu sehen ist, hat SwinemĂŒnde eine erhebliche Steigerung der Frachtabfertigung zu verzeichnen.

„Dies geschieht aufgrund der Anzahl von FĂ€hren, die zwischen SwinemĂŒnde und den HĂ€fen in Ystad und Trelleborg fahren. Die Zahl ermöglicht eine virtuelle BrĂŒcke zwischen Polen und Schweden“, sagt Karolina Bierdzinska von der Verwaltung der SeehĂ€fen Stettin-SwinemĂŒnde.

Am Terminal sollen bald grĂ¶ĂŸere FĂ€hren abgefertigt werden. DafĂŒr wird eine spezielle Anlegestelle gebaut,
die das Anlegen von Schiffen mit einer LÀnge von 220 Metern ermöglicht. Das Projekt wird 153 Millionen
Zloty kosten, von denen 71 Millionen aus EU-Mitteln kommen. Die neue Anlegestelle soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Die PlĂ€ne des Terminals sind auch fĂŒr die kommenden Jahre ehrgeizig: So soll die Infrastruktur des intermodalen Verkehrs modernisiert werden. Damit sind GĂŒter gemeint, die ĂŒber verschiedene Transportmittel befördert werden. Derzeit bedient das FĂ€hrterminal in SwinemĂŒnde als einziges in Polen Schienenverkehr. Dies soll in den Jahren 2015 bis 2018 erfolgen. Die Modernisierung wird geschĂ€tzte 127,8 Millionen Zloty kosten. Es ist von großer Bedeutung fĂŒr das SwinemĂŒnder Terminal, weil
es auf dem kĂŒrzesten Weg von Skandinavien nach Mittel- und SĂŒdeuropa liegt. Es ist Teil des Transitkorridors Nord-SĂŒd, der von SĂŒdeuropa unter anderem durch Ungarn und Polen nach Skandinavien verlĂ€uft. Der Anleger kann so erfolgreich die Rolle einer „Seeautobahn“ erfĂŒllen. Im vergangenen Jahr ist auf der Linie SwinemĂŒnde-Ystad mit der FĂ€hre Baltivia die Polnische Ostseereederei (Polferries) eingesprungen. Sie wurde von der Linie Danzig-NynĂ€shamn dorthin verlegt. Jetzt erschien mit TT-Line ein weiterer Reeder. Der grĂ¶ĂŸte Reeder in SwinemĂŒnde ist derzeit die Gesellschaft Unity Line.

Quelle: Ostsee Zeitung
Fot. ZMPSiƚ

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