Bau des Erdgas-Terminals verz├Âgert sich

terminal LNG

Nun wurde offiziell best├Ątigt, dass der Fl├╝ssigerdgas-Terminal (LNG) in Swinem├╝nde nicht innerhalb der urspr├╝nglichen Frist, also bis Ende Juni 2014, fertig gestellt sein wird. ├ťber die Verz├Âgerungen auf der Baustelle wurde schon seit l├Ąngerem berichtet. Nun musste das Unternehmen Polskie LNG den Vertrag mit dem Baukonsortium des Terminals fortschreiben. Die Verz├Âgerung wirdden polnischen Steuerzahler voraussichtlich weitere 67,5 Millionen Euro kosten.

ÔÇ×Der Anhang ist die erste und hoffentlich die letzte ├änderung der Festlegungen des Vertrages. Dies ist die optimale L├Âsung, die ein hohes Arbeitstempo und das Erzielen der notwendigen Fortschritte bei der Umsetzung der Investition garantiertÔÇť, erkl├Ąrte Rafal Wardzinski, Vorsitzender von Polskie LNG S.A.

Als Hauptursache f├╝r den schleppenden Baufortschritt wird die Krise in der Bauwirtschaft von 2012 angef├╝hrt. In jener Zeit gingen viele Unternehmen in Konkurs, so z. B. auch Hydrobudowa Polska S.A. ÔÇô einer der f├╝r das Swinem├╝nder Konsortium t├Ątigen Betriebe. Auf der Baustelle arbeiteten seinerzeit nur 300 Bauleute; heute sind hier mehr als 1000 Arbeiter besch├Ąftigt. Derneue Finanzminister Wlodzimierz Karpinski erwartet vom Investor eine konsequentere Beaufsichtigung der Bauarbeiten.

ÔÇ×Ich bin mit der Terminverschiebung f├╝rdie Inbetriebnahme nicht zufrieden, aber das Festhalten an einem unrealistischen Zeitplan ist eine riskante und kostspielige L├Âsung. Wir k├Ânnen nun im voraus alle Fragen im Zusammenhang mit der Investition absichern. Damit meine ich auch den Nord-S├╝d-Korridor, der es uns erm├Âglicht,Gas von Swinem├╝nde zu unseren s├╝dlichen Nachbarn und in den Balkan zu transportierenÔÇť, so der Finanzminister.

Der Investor versicherte seinerseits, dass die mit der Verz├Âgerung verbundenen Zusatzkosten erst nach vielen Verhandlungen festgelegt worden und deutlich niedriger ausgefallen seien als vom Konsortium vorgeschlagen. Die an die Unternehmen auszuzahlende Geldsumme betrage nunmehr etwa 2,4 Milliarden Zloty. Ausgezahlt w├╝rden die Gelder in Raten entsprechend dem Grad der Fertigstellung. Laut dem Bericht des Auftragnehmers vom Juli dieses Jahres, wurden inzwischen 65 Prozent der Arbeiten beim Bau des Terminals umgesetzt. Die Gesellschaft Polskie LNG versichert, dass trotz des Bauverzuges die Inbetriebnahme des Terminals noch im Zeitplan liege. Der zeitliche Puffer ist dennoch beschr├Ąnkt. Denn: Der Vertrag des polnischen Staatskonzerns Polnischer Erd├Âl- und Gasbergbau (PGNiG) mit LNG Qatargas aus dem Emirat Katar f├╝r die Lieferung von Erdgas aus Katar wurde f├╝r 20 Jahre (2014 bis 2034) unterzeichnet. Auf dieser Grundlage wird Qatargas eine Million Tonnen Fl├╝ssigerdgas pro Jahr nach Polen liefern. Die erste Lieferung ist zwischen Juni und Dezember 2014 vereinbart. Die Kosten f├╝r den Energierohstoff betragen etwa 550 Millionen Dollar pro Jahr, je nach ├ľlpreis und Preisformel. Polen will sich mit dem Terminal unabh├Ąngiger von Gaslieferungen aus Russland machen. Es existieren ├╝berdies Pl├Ąne, bis zum Jahr 2020 eine Gasleitung zwischen der Ostsee und der Adria zu bauen,um eine Verbindung zwischen dem LNG-Terminal in Swinem├╝nde und Kroatien zu schaffen.

Quelle: Ostsee Zeitung
Fot. LNG

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