Das Kennenlernen der Insel Wollin vom Wasser aus, ist, wie sich in jemandem neu zu verlieben. Die Wasserumgebung der Insel, gemeinsam mit seinen abwechselungsreichen Ufern, kann uns in kein geringeres Erstaunen versetzen, als deren wunderbarsten Orte am Land. Die vorgeschlagene Strecke führt entlang solcher Plätze, die ein Navigieren einfach machen. Weil sie nur 60 km zählt, eignet sie sich hervorragend zu einer fünftägigen Kanutour.
Der Ausgangspunkt der Tour ist die „Marina” auf der Insel Karsibór. Von hier starten wir, wie auch schon bei unserer Tour „44 Inseln“ (siehe vorangegangenes Kapitel), entlang des Stara Świna Stromlaufs, zur Insel Lądko. Dann nehmen wir Kurs auf den spitzen Kirchturm in Lubin, der aus jedem Winkel des Deltas sichtbar ist. An das hohe Ufer der Insel Wollin herangleitend, ziehen wir an ihm mit der linken Bordwand vorbei und paddeln weiter nach Osten. Das ist einer der schönsten Abschnitte der Strecke – ein Mosaik der Schilfrohrinseln, am Fuße wilder Buchenhügeln mit hohen Böschungen. Das ist das Reservat des Naturparks von Wollin, also eine Landung strengsten untersagt.
Plätze zum Ankern gibt es einige Kilometer weiter östlich, wo auf dem bergigen Ufer der Wald endet. In der Ferne sieht man die Windmühlen der Farm in Zagórze. Ein guter Platz für ein Feldlager ist der Jachhafen in Sułomin. Weiter entlang des Ufers gelangen wir zu der langen Halbinsel Rów, die uns, wenn es um die Natur geht, an Inseln des Świna-Deltas erinnert. Wir umkreisen sie, mit einer 10 km langen Schleife, um in die Enge der Dziwna einzulaufen. Wir nähren uns dem Ort Wollin, wo sich auf der linken Seite eine weitere mögliche Anlegestelle befindet – ein Bootshafen mit Campingplatz.
Die nächsten 20 km geht es entlang des breiten Stromlaufes der Dziwna, einer Enge mit einem leicht bergigen Ufer, die hauptsächlich mit Wiesen und Feldern bewachsen ist. Wir kommen dann zur Insel Gardzka Kępa, auf der sich eine ehemalige Burgfestung befindet. Hier zweigt die Strecke nach Osten ab. Wir gleiten an der Insel Chrząszczewo vorbei, biegen nach Norden durch einen Engpass mit Schilfbewuchs ab, schwimmen unter einer Brücke hindurch und gelangen zum Ufer von Kamień Pomorski. Hier kann man an der Bootsanlegstelle eines Hotels, an einem der Campingplätze oder einer Agrotouristischen Wirtschaft anlegen.
Der letzte Abschnitt der Strecke führt durch die breiten Gewässer des Kamieński- und Wrzosowski-Haffs. Sich in nördliche Richtung bewegend, schwimmen wir westlich an Żółcino und an Wrzosowo, das sich in der Bucht befindet, vorbei. Mit einer weiten Schleife entlang der Küste fahren wir vorbei an einer Militäreinheit und gelangen zum Ziel – dem Jachthafen in Dziwnowo.
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Text: Marcin Zamorski
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Die Zeitung fördert die Region Insel Usedom /Insel Wollin. Sie ist zweisprachig geschrieben, in Polnisch und Deutsch. Jede Ausgabe hat eine Auflagenhöhe von 25.000 Exemplaren, die auf beiden Seiten der Grenze verteilt werden. Natürlich kostenlos. Es ist eine touristisch geprägte Zeitung, die unsere Leser in diesen Tagen zum ersten Mal in der neuen Saison in die Hände bekommen. |
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